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Selbständige Taxifahrer haben kaum mehr Kundschaft. Anspruch auf staatliche Hilfe haben sie trotzdem nicht.

Die meisten Menschen bleiben wegen der Corona-Krise zu Hause. Das ist gut für die Eindämmung der Pandemie, aber schlecht für die Taxifahrer. «Es gibt selbständige Fahrer, bei denen der Umsatz 95 Prozent eingebrochen ist», sagt George Botonakis, Präsident des Zürcher Taxiverbandes, gegenüber Radio SRF. Teilweise stünde das Gewerbe völlig still.
Rund zwei Drittel der Taxifahrer sind selbständig. Sie haben aber keinen Anspruch finanzielle Unterstützung des Bundes. Seit Donnerstag erhalten kleine und mittelgrosse Unternehmen (KMU) bei Beträgen von bis zu 500’000 Franken zinslose Kredite. Zudem können Selbstständige eine Corona-Entschädigung beantragen. Diese bekommen sie aber nur, wenn sie einen Laden haben, der per Bundesratsentscheid geschlossen wurde.

Kein Social Distancing im Auto
Die Taxifahrer aber gehen leer aus. Wie auch die SBB müssen sie ihre Dienste weiterhin anbieten, denn sie haben eine Beförderungspflicht. Und das, obwohl es in einem Auto unmöglich ist, auf Distanz zu gehen und die Social-Distancing-Regeln einzuhalten. Die Gewerkschaft Unia fordert denn auch, dass das Taxigewerbe eingestellt wird.
Boris Zürcher (55) vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) verspricht gegenüber Radio SRF Abhilfe. Gemäss Pandemiegesetz gebe es bei den Taxifahrern tatsächlich keine Entschädigungspflicht des Staates, doch man sei beim Seco dabei, Lösungen zu suchen. (gbl)

 

 

Quelle: blick online